Düsseldorfer ABB-Senf

ABB-Senf bzw. Düsseldorfer Mostert ist eine Senfspezialität aus Düsseldorf, die seit dem frühen 18. Jahrhundert hergestellt wird. Der Name „ABB“ leitet sich aus den Initialen des Firmengründers Adam Bernhard Bergrath ab

Unter dem Namen „ABB“ wurde der „aechte Düsseldorfer Mostert“ bekannt. Die Bezeichnung „Düsseldorfer Mostert“ darf nur von Herstellern aus Düsseldorf verwendet werden. Der scharfe, malzig-bräunliche Senf wird aus brauner und gelber Senfsaat hergestellt. Der „Düsseldorfer Mostert“ wird laut Aussage von Zeitzeugen seit dem Ersten Weltkrieg nicht mit Traubenmost, sondern mit unfiltriertem Düsseldorfer Branntweinessig angerührt. Im Übrigen ist die Herstellungsweise seit 1726 nahezu unverändert, da zur Vermahlung immer noch ein 500 kg schwerer Granitmühlstein verwendet wird. Ob bei der Herstellung des Düsseldorfer Mosterts nach der ursprünglichen Rezeptur jemals Traubenmost verwendet wurde, kann nicht belegt werden.

Seit August 2012 sind die Bezeichnungen „Düsseldorfer Mostert“, „Düsseldorfer Senf Mostert“, „Düsseldorfer Urtyp Mostert“ und „Aechter Düsseldorfer Mostert“ geschützte geographische Angaben (g.g.A.) nach EU-Recht. Das bedeutet, dass die Namen solchen Produkten vorbehalten sind, die aus Düsseldorf stammen und dabei die Vorgaben des zugrunde liegenden Antrags erfüllen.

Der niederländische Maler Vincent van Gogh stellte in seinem Ende 1884 in Nuenen entstandenen Gemälde „Stilleven met flessen en aardewerk“ (Stillleben mit Flaschen und Keramik) einen grauen Senftopf dar, der die Initialen ABB mit dem Ankersymbol trägt. Das in Öl auf Leinwand im Format 31,5 × 41,7 cm gemalte Bild befindet sich heute im Van Gogh Museum, Amsterdam.

Noch heute wird ABB-Senf in dem gleichen grauen Steinzeugtopf angeboten, auf dem in blauer Farbe die Initialen des Firmengründers sowie ein Anker abgebildet sind. Der Topf wird traditionell durch einen Korken verschlossen, wobei inzwischen auch modernere Varianten mit Kunststoffverschluss vermarktet werden.

Bild: Vincent van Gogh - vangoghmuseum.nl, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9683820

Quelle: wikipedia.de